Die Kunst, ein Clown zu sein …

Die Kunst, ein Clown zu sein …

Wie schafft man es, einen Plan für sich und sein Leben zu entwickeln, wenn man gerade gar nicht in der Stimmung dafür ist? Wenn man merkt, dass jeder Versuch, etwas zu ändern unglaublich viel Kraft und Zeit kostet? Wenn man das Gefühl hat, dass es in dem eigenen Umfeld keinen Menschen gibt, der einem die Fragen, die einem gerade am dringlichsten auf dem Herzen liegen, beantworten kann?

Indem man sich die Alternative vor Augen hält:
Wenn man es nicht schafft, seinen größten Traum trotz gewisser Hürden in Angriff zu nehmen, wenn man darauf hofft, dass eines Tages ein Wunder geschieht und dieses einem dann alle wichtigen Entscheidungen abnimmt, muss man manchmal echt lange auf sein Glück warten.
Ich hasse es zu warten! Wahrscheinlich renne ich deshalb immer wieder in meinem Kopf im Kreis: Immer wieder um die Frage herum, die mich gerade am meisten beschäftigt. So lange, bis ich zu müde bin, um weiter darüber nachzudenken oder bis ich die Antwort gefunden habe. Witzigerweise erscheint mir diese meistens im Schlaf, durch einen Traum.
Ich bin der festen Überzeugung, dass dies nur deshalb gelingt, weil ich mich davor schon so intensiv mit der offenen Frage beschäftige.

Heute Nacht träumte ich von meiner Quetsche und dem Lied: „Die Gedanken sind frei!“. Diese beiden Dinge will und werde ich in meinen nächsten Auftritt und das Solo, Frau Mauz‘ eintagsfliegen, einbauen. Ich werde meine Zuschauer so lange damit bespaßen, bis sie und ich keinen Spaß mehr daran haben.
Auf diese Weise will ich ihnen das Grundproblem eines Clowns nahe bringen: Er weiß nicht, wann Schluss ist. Er zögert das Ende zu lange hinaus und verliert dadurch wertvolle Sympathien bei seinem Publikum. Diese muss er sich dann mühsam, Stück für Stück zurückerobern. Mal schauen, ob es mir, beziehungsweise Frau Mauz, gelingt.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die neue Herausforderung und freue mich über jeden Zuschauer, der an diesem oder einem anderen Abend mit mir und Frau Mauz lacht und leidet: Auftrittstermine.

Herzliche Grüße,

Sabine MauzGiftpilz