Ein Ausflug in eine andere Welt

Eine kleine Bilderreise in die heile Welt zweier kleiner, unscheinbarer Schmetterlinge.
Für alle, denen es in unserer realen Welt gerade genauso wenig gefällt wie Frau Mauz …

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Spring! (Video)

Clown_smallEndlich ist es so weit: Frau Mauz hat es geschafft und eine weitere eintagsfliege zu einem Video verarbeitet. Natürlich in gewohnt schlechter Bildqualität und verschönert durch ein paar selbst gemalte Bildchen, die an einem anderen Ort, in einem anderen Rahmen, von geschulten Fachpersonal ganz anders interpretiert werden als hier.
Frau Mauz‘ selbst erdachte Beschreibung dafür lautet: Naive Kunst!

Viel Spaß damit!

Spring! from Sabine Mauz on Vimeo.

Das Leben – ein ewiger Kreislauf ?

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Das Ende vom Anfang?
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er Anfang vom Ende?
Gibt es so etwas überhaupt oder drehen wir uns einfach nur immer wieder im Kreis?

Man weiß es nicht, zumindest nicht Frau Mauz. Sie interpretiert einfach nur mal wieder das Leben und einen von Sabine Mauz‘ Texten auf ihre ganz persönliche Art und Weise.

Bei dem folgenden Video handelt es sich um einen weiteren, kleinen Ausschnitt aus Frau Mauz‘ aktuellem Low-Budget-Filmprojekt:

Der Gute Geist from Sabine Mauz on Vimeo.

Clowns …

UnterfuehrungVielleicht hätte Frau Mauz‘ Crowdfundingversuch mehr Erfolg gehabt, wenn sie bereits zum Zeitpunkt des Erstellens des dazu gehörigen Videos die Fähigkeiten gehabt hätte, einen Film zu schneiden – vielleicht … , wohl eher nicht.

Es gab nicht viele Unterstützer – 6, um genau zu sein …
Diese werden, sobald wie möglich, zum Dank ihres Unterstützungsversuchs, Frau Mauz‘ fertigen Fachvideovortrag über Clowns erhalten.
Für alle anderen gibt es einen kurzen, vorläufigen (!) Auszug davon …

 

Die 170. eintagsfliege: „Der Emmentaler“

FreisingzwergIn dieser eintagsfliege kommt das erste Mal Frau Mauz selbst zu Wort, falls man davon überhaupt reden kann. Man bekommt auf jeden Fall das erste Mal einen Einblick in ihr sehr verwirrendes Innenleben  und erfährt, wieso sie so oft schweigt, wenn es wichtig wäre, sich lautstark zu Wort zu melden.
Vielleicht hilft diese Geschichte ja auch dabei, Frau Mauz ursprüngliches Crowdfundingvideo zu verstehen, bei dem sie ihr Anliegen anscheinend auch mal wieder nicht verständlich genug vortragen konnte …

Der Emmentaler

„Der Emmentaler ist ein Käse wie jeder andere auch, also wieso haben Sie sich ausgerechnet diese Sorte als zukünftiges Zuhause ausgesucht?“, fragte der Journalist die verwirrte Frau Mauz.
Diese schüttelte schweigend den Kopf, lächelte den Mann verwundert an und hob ratlos die Schultern in die Höhe. Wie sollte sie diesem fremden Mann klarmachen, dass die Bine Maus nur ein Produkt ihrer Fantasie war. Der Käse war lediglich ein Symbol, dieses stand für einen Zufluchtsort vor den Ängsten und Sehnsüchten ihrer Kunstfigur.

Bei der Bine Maus handelte es sich um ein Mischwesen, das gerne ein erfolgreiches, angesehenes Mitglied dieser Gesellschaft wäre. Leider schwelte, parallel zu diesem Wunsch, in dem Inneren dieses Fantasietiers ständig die Angst davor, von besagter Gesellschaft verletzt zu werden.
Mäuse lieben Käse, das wusste jedes Kind, deshalb hatte sich Frau Mauz dieses sichere, für ihre Maus schmackhafte Versteck ausgedacht. Und Bienen produzierten Honig, um davon leben zu können, deshalb brauchte die Bine Maus eben auch zuckerhaltige Nahrungsmittel in ihrem Zuhause. Sowohl für ihr seelisches, als auch für ihr körperliches Wohlbefinden …

„Na gut, dazu wollen Sie uns anscheinend nichts sagen“, schloss der Interviewer nach einer längeren Phase des Schweigens. „Aber vielleicht können Sie uns ja erklären, wie Sie auf die Figur ‚Bine Maus‘ gekommen sind. Ich meine, gewisse Parallelen zu Ihrem Namen, Sabine Mauz, sind ja durchaus erkennbar …“
Freisingzwerg_3Nun strahlte Frau Mauz über das ganze Gesicht den fremden Mann an und nickte heftig mit ihrem niedlichen, kleinen Köpfchen. Die Haarpalme, die ganz oben thronte, wippte lustig im Takt dazu, so dass der Reporter ungewollt lachen musste.
„So, so, das heißt also, dass Frau Mauz und Bine Maus ein und dieselbe Person sind?“
Das Lächeln verschwand wieder, Traurigkeit breitete sich in Frau Mauz‘ Körper aus – manchmal glaubte sie, sie sei diese schrecklich nervige, unsichere Begleiterscheinung ihrer Person endlich losgeworden, aber dann kam ein falscher, unbedachter Spruch ihrer Freunde oder Eltern und schon begaben sich ihre flackernden Augen wieder auf die Suche nach einem neuen Versteck: Ab ins Ausland, an die Hand eines, auf den ersten Blick sympathisch wirkenden Menschen, in ein tiefes Loch unter der Erde, … Dann war es auf einmal wieder vollkommen egal, welche Pläne die selbstbewusste Frau Mauz kurz davor für sich und ihr Leben geschmiedet hatte, dann dematerialisierten sich alle Träume in eine andere, für sie unerreichbare Dimension …

Freisingzwerg_2Ein peinlich berührtes Räuspern erklang und ein weißes Taschentuch wanderte in das verschwommene Sichtfeld von Frau Mauz.
„Tut mir leid“, seufzte der Fremde. Ich wollte Sie nicht verletzen, auch wenn ich nicht weiß, wie ich das geschafft habe. Es ist schwierig, sich mit einer Person zu unterhalten, die nicht spricht!“
Frau Mauz schnäuzte sich laut und kräftig in das flauschige Weiß, dann zuckte sie hilflos mit den Schultern. Gerne hätte sie dem Mann erzählt, wie viel Spaß sie daran hatte, Geschichten zu schreiben, diese auf der Bühne zu erzählen und sich auf diese Weise der Welt mitzuteilen. Und noch viel lieber hätte sie ihm einen Kuss auf die Wange gehaucht, weil er sich so viel Zeit für sie genommen hatte, obwohl sie solch eine komplizierte, schwer verständliche Person war. Aber da war sie wieder diese fiese, kleine Bine Maus, die sie immer wieder davon abhielt das zu tun, wonach ihr wirklich war. Diese dumme Angst, die ihr immer wieder einredete, der Mann ihr gegenüber würde sich über sie lustig machen, wenn sie ihm erklärte, wofür der Emmentaler tatsächlich stand: Für einen geheimnisvollen, sehr variablen Eingang in eine schöne, wohlschmeckende Welt. Für ein Zuhause, das sie selbst noch nicht kannte, das so groß war, dass sie darin genügend Platz für sich, ihre Träume und ihre Geschichten hatte. Aber wie sollte sie ihm etwas nahe bringen, das sie selbst noch nicht für sich definiert hatte? Der Emmentaler war lediglich ein Lückenfüller bis zu dem Tag, an dem sie endlich ein passenderes Bild für ihr Leben in freier Sicherheit gefunden hatte …

„Gut, dann gehe ich jetzt wieder, Frau Mauz. Sie können mir ja schreiben, wenn Sie die Antworten auf meine Fragen kennen.“
Der Mann erhob sich von seinem Stuhl und wurde weggespült von einem weiteren Schwall Tränen.

Frau Mauz‘ Crowdfundingvideo from Sabine Mauz on Vimeo.

Die 171. eintagsfliege: „Erdlinge“

Mischpult_smallWährend die Erdlinge Weihnachten feiern, sitzt Sabine Mauz an den eintagsfliegengeschichten und überarbeitet diese nach Lust und Laune.
Nach längerem Suchen fand sie eine, die sich um ihre Kunstfigur Frau Mauz dreht.
Fühlt sich zwar seltsam an, diese hier zu veröffentlichen, aber irgendwie ist es auch Zeit dafür, einmal Frau Mauz‘ Sicht auf die Welt und ihre Mitmenschen zu schildern …

Erdlinge

Lieber Herr Maurermeister,

es tut mir leid, wenn ich Sie noch einmal belästigen muss, aber ich kann das Ende unseres Gesprächs einfach nicht so stehen lassen. Es schwirrt mir immer noch im Kopf herum, obwohl ich bereits mehrere Tage und Nächte darüber nachgedacht und geschlafen habe:

Wissen Sie, es ist nicht nur schwer für Sie, mich zu verstehen, sondern auch umgekehrt. Ich verstehe nicht, wieso Sie mir diese dummen Fragen stellen mussten, obwohl die Antworten doch so offensichtlich waren: Wer bitteschön soll die Bine_Maus denn sonst sein, wenn nicht ich?
Und wenn Sie bereits zu dieser sehr naheliegenden Erkenntnis gekommen waren, hätten Sie sich doch auch denken können, dass ich mit meiner Geschichte über dieses seltsame Wesen versucht habe, diesem den Schrecken zu nehmen.

19-Frau_Mauz_Eine_LiebesgeschichteWarum müssen Erdlinge einander immer wieder verletzen? Das verstehe ich nicht! Ich habe Sie doch auch nicht gefragt, ob Ihr Nachname etwas mit Ihrer Persönlichkeit zu tun hat. Das sehe ich auch so! Witzigerweise tragen Sie diesen wahrscheinlich schon seit Ihrer Geburt und haben sich in all den Jahren nie gefragt, was dieser mit Ihnen und Ihrem Charakter zu tun hat.
Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich eben mit meinem ursprünglichen Namen auseinander gesetzt und ihn dann so abgewandelt, wie es meiner Meinung nach Sinn machte. Vielleicht sollten Sie, Herr Maurermeister, das auch mal tun, dann können wir uns bei Gelegenheit ein weiteres Mal treffen und schauen, ob wir uns so besser verständigen können.
Denn: Hätten Sie mir die richtigen Fragen gestellt und dadurch mein Vertrauen gewonnen, hätte ich auch irgendwann mit Ihnen gesprochen.

Wahrscheinlich ist Ihnen das vollkommen egal, schließlich ist es Ihr Beruf, Erdlinge zu interviewen und nicht Bine Mäuse. Ich vermute mal, dass Sie das im Normalfall auch ganz gut hinbekommen, denn die meisten Menschen merken es ja nicht, wenn Sie ihnen Salz in die Wunden streuen, sie kennen ihre Wunden genauso wenig wie Sie.

Herr Maurermeister, ich wollte Sie mit meinem Weinen wirklich nicht in Verlegenheit bringen. Es überkam mich einfach so, weil Sie mich so unsensibel auf meine Schwächen angesprochen haben …

Frau Mauz hob den Blick von dem Heft, in das sie gerade schrieb und blickte in die Ferne – im Grunde genommen war es ganz egal, was sie diesem fremden Mann schrieb, denn er würde ihren Brief sowieso nie bekommen. Sie wollte einfach nur die vielen Gefühle loswerden, die sie seit der Begegnung mit ihm plagten. Er war so ein Rüpel … und zugleich unglaublich aufmerksam.
Er hatte durchaus bemerkt, dass er sie mit seinen Fragen getroffen hatte, sonst hätte er sich auf eine andere Weise von ihr verabschiedet. Er hatte ihr sogar vorgeschlagen, ihm zu schreiben, weil er von ihrer Sprachlosigkeit überfordert war – oder täuschte sie sich nur mal wieder in einem anderen Menschen? War dieser Mann auch nur ein Produkt ihrer Fantasie, für das sein Äußeres die Hülle bildete?

Freisingzwerg_2Frau Mauz‘ Augen glitten zurück auf das Papier. Sie fühlte sich lächerlich, weil sie so viele Gedanken an einen Menschen verschwendete, der aus purem Zufall vor ihrer Wohnung aufgetaucht war – weil er ihren Blog im Internet entdeckt hatte und wissen wollte, wer hinter dieser fragwürdigen Frau Mauz steckte. So hatte Herr Maurermeister sein Klingeln und die Bitte um das Interview mit ihr auf jeden Fall gerechtfertigt.
Ich hätte mich nicht darauf einlassen sollen, folgerte Frau Mauz nun und fuhr mit ihrem Schreibstift kreuz und quer über das benutzte Papier: Ein Mann, den sie nicht kannte, der womöglich sogar ein unberechenbarer Stalker war, war es nicht wert, von ihr beachtet zu werden. – Hätte er wirklich Interesse an mir und meiner Person, hätte er sich mehr bemüht, mich kennenzulernen!
Kurzentschlossen fixierte Frau Mauz mit der linken Hand das beschriftete Blatt an der Innenkante des Heftes und riss es so sauber wie möglich aus dem Heft. Danach zerteilte sie es in viele, kleine Stücke und warf diese in den Müll …

frau_mauz_mic_flower_big

Fiktive Freunde 5

Aufmerksame Leser dieses Blogs haben sicherlich schon festgestellt, dass Frau Mauz nicht nur gerne selbst Geschichten erzählt, sondern auch die anderer Menschen liest.
Und da sich ihre eigenen Texte nicht von alleine abtippen, überarbeiten und veröffentlichen, gibt es heute mal wieder ein paar Literaturtipps:

Belletristik:

Ursula Poznanski: Stimmen

Elizabeth Gilbert: Eat Pray Love

Michael Ende: Momo

Michael Ende: Die unendliche Geschichte

Astrid Lindgren: Mio, mein Mio

Nick Hornby: A long way down

Haruki Murikami: Naokos Lächeln

Oliver Bottini: Mord im Zeichen des ZEN

Charles Dickens: A christmas carol

 

Interessante Literatur für Selbsthelfer und Neugierige:

Jeremy Rifkin: Uhrwerk Universum. Die Zeit als Grundkonflikt des Menschen

Patricia Garfield: Kreativ träumen

Peter Schwind: Alles im Lot – Rolfing

Daniel Goleman: Kreativität entdecken

Ellen Bass: Trotz allem (auch interessant für die, die nicht betroffen sind!)

 

 

 

 

Fiktive Freunde 4

Lang, lang ist es nun schon wieder her, dass Frau Mauz ein paar Buchempfehlungen ausgesprochen hat, deshalb gibt es heute ein wenig Nachschub für all diejenigen, die genauso gerne lesen wie sie:

 

Belletristik:

Hape Kerkeling: „Ich bin dann mal weg“

Marc-Emmanuel Schmitt: „Milarepa“, „Vom Sumo, der nicht dick werden konnte“

Rita Falk: „Hannes“

Katherine Webb: „Das geheime Vermächtnis“, „Das Haus der vergessenen Träume“

Nicolas Christopher: „Franklin Flyer“

  

Alltagsnahe Psychologie / Neurologie:

Oliver Sacks: „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“, „Der Tag, an dem mein Bein fortging“

Fritz Riemann: „Grundformen der Angst“

  

Über gute Unterhaltung:

Loriot: „Bitte sagen Sie jetzt nichts“ (Gespräche)

Fiktive Freunde 3

Da Frau Mauz soooooooooo viele fiktive Freunde hat, gibt sie heute schon wieder ein paar Büchertipps.

Natürlich unterteilt nach Genres, da nicht jeder so vielfältige Interessen hat wie sie:

Belletristik:

Coelho, Paulo: „Elf Minuten“, „Der Zahir“

Hesse, Hermann: „Siddhartha“, „Unterm Rad“, „Der Steppenwolf“

Nadolny, Sten: „Die Entdeckung der Langsamkeit“

Williams, John: „Stoner“

Psychologie/ Philosophie:

Fromm, Erich: „Die Kunst des Liebens“, „Haben oder Sein“

Herrigel, Eugen: „Die Kunst des Bogenschießens“

Kreativität:

Edwards, Betty: „Garantiert zeichnen lernen“

Selbsthilfe / Selbstverständnis:

Egli, René: Das LOL²A-Prinzip, oder Die Vollkommenheit der Welt

Mauz, Sabine: „Selbsthelfer“ – ja, schon wieder …