Fehler

DSCF4031Ob wir es uns eingestehen oder nicht, aber einen Großteil unserer prägenden Erfahrungen und außergewöhnlichen Fähigkeiten, sammeln die Menschen durch die Fehler, die sie im Laufe ihres Lebens beim Handeln begehen:

Hätte Sabine Mauz nicht vor vielen Jahren den Fehler begangen, auf Grund eines unglaublich inspirierenden Clownskurses ihre damalige Anstellung als Ergotherapeutin zu kündigen, gäbe es weder dieses Blog, die Angebote, die man hier findet oder die vielen verschiedenen Geschichten, die sie als `Frau Mauz` so gerne ihrem Publikum erzählt.

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Es gäbe keine `Frau Mauz`, jedenfalls nicht so, wie man sie heute kennt. Frau Mauz wäre weiterhin eine ernst zu nehmende Ergotherapeutin, die keine Vorstellung davon hat, unter welchen Ängsten ihre psychiatrischen Klienten tatsächlich leiden.
Sie wäre eine von mehreren fest angestellten Mitarbeitern irgendeiner sozialen Einrichtung, die Geld dafür bekommt, dass sie selbstverständliche Ratschläge an ihre Mitmenschen verteilt. Und sie könnte sicher wunderbare Körbe flechten, Tontöpfe formen und lasieren, Taschen nähen …

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Ist es nun gut oder schlecht, dass Sabine Mauz damals kündigte und sich auf einen Weg begab, den sie selbst keinem anderen empfehlen würde?
Aus finanzieller Sicht war es auf jeden Fall die schlechteste Entscheidung, die sie treffen konnte, dennoch bereut sie keinen einzigen Tag davon!

Hier ein Link zu den Fragen, die sich durch Sabine Mauz` damaligen `Fehler` Heute ergeben: Ist-Zustand.

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Selbsthelfer für Schnellhelfer

Das Jahresprogramm des Selbsthelfers befindet sich bereits auf der entsprechenden Projektseite.

Für diejenigen, die nicht so viel Geduld haben, ein Jahr am Stück an sich zu arbeiten oder die erst einmal wissen wollen, ob das Selbsthelferkonzept etwas für sie ist, gibt es hier noch mal die abgespeckte Version davon, die damals auch auf Sabine Mauz‘ Blog zu finden war:

Wochenprogramm

P.S: Auch dieses Programm befindet sich unter dem Schutz der Creative Commens Licence:

Creative Commons Lizenzvertrag
Seĺbsthelfer: Wochenprogramm von Sabine Mauz ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Selbsthelfer: „Mitten ins Herz“ …

Der folgende Text ist circa 2,5 Jahre alt und wurde bereits in dem früheren Blog „Selbsthelfer“ von Sabine Mauz veröffentlicht. Das dazugehörige Selbsthelferprogramm finden Sie auf dieser Seite, bei den Projekten wieder. Es hilft dabei, nervige Hemmschwellen zu überwinden und unliebsame Erfahrungen zu verarbeiten, um Platz für schönere Träume zu schaffen. Der Weg dahin ist nicht immer schön, aber dafür hilfreich …

Mitten ins Herz

Er stach mir mitten ins Herz und drehte danach das Messer noch einmal um neunzig Grad – wie passend, dachte ich, wo er mir doch genau das damals vorgeworfen hatte: Ich habe ihm das Herz gebrochen!
Das Blut quoll aus mir heraus und nach einem kurzen Bedauern über das abrupte Ende, das sich im Film viel länger zog, fand ich mich mit meinem Schicksal ab: Zum Glück ging es schnell und tat nicht weh …

Das, was ich da oben beschreibe ist das Ende des Traumes, der mich heute morgen aufweckte. Davor reiste ich mit meinem neuen Partner im Zug durch Deutschland und übernachtete in einem Zimmer, das wir von einer Bekannten zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Kurz bevor ich starb, stürmte meine ehemals beste Freundin in den Raum und begann, mich zu meinem Exfreund Björn zu befragen: Sie wollte wissen, ob er damals tatsächlich bei dem Autounfall ums Leben gekommen war, ob es Beweise dafür gäbe. Ich begann, ihre Fragen zu beantworten, wollte dann aber doch wissen, wozu das wichtig sei. Als sie mir erklärte, dass sie davon ausginge, dass B. mir über Jahre hinweg gefolgt sei und mich und meine Freunde manipuliert habe, um sich an mir zu rächen, stürmte besagter Mensch bereits ins Zimmer. Das Ende kennen wir …

Es ist absurd: Ich kann ziemlich genau sagen, wie diese blutrünstigen Bilder in meinen Kopf kamen, die Parallelen zu dem letzten Buch, das ich gelesen habe, sind unverkennbar. Und ich weiß, dass es nur ein Traum war, trotzdem frage ich mich, wie genau er zustande kam:
Wieso tauchte darin eine Person auf, zu der ich seit über sechs Jahren keinen Kontakt mehr hatte? Handelt es sich dabei um unverarbeitete Schuldgefühle?

Im Grunde genommen ist es egal, wieso ich ausgerechnet jetzt von diesem Menschen träume, denn alleine die Tatsache, dass ich von ihm träumte, hat bereits einen Effekt, den ich nicht verdrängen kann: Ich denke noch einmal über ihn und unsere Beziehung nach.
Die Beziehung, die ich damals einging, ohne ihn tatsächlich zu lieben. Die Beziehung, bei der ich hoffte, die Gefühle kämen im Laufe der Zeit, so wie es eben alle desillusionierten Menschen tun. – Ich wollte ihn lieben, aber es gelang mir nicht. Und das war definitiv nicht allein meine Schuld:
Mal abgesehen davon, dass man Gefühle grundsätzlich nicht erzwingen kann, kann ich nicht dauerhaft einen Menschen lieben, der mir ständig einredet, ich sei zu unbegabt oder zu blöd, um gewisse Dinge zu tun oder zu verstehen. – Ich weiß noch, wie er mir wortwörtlich sagte, er sei froh, dass ich nicht hochbegabt sei, das würde nur Probleme verursachen: Ich schaute ihn ungläubig an, war einfach nur sprachlos – wie konnte er mich so quälen?!
Dann, die zweite Begegnung der außergewöhlichen Art mit ihm: Er zwang mich dazu, ihm zu sagen, dass ich ihn liebte, indem er so lange “sag es!” wiederholte, bis ich nachgab.
Und kurz vor dem Ende unserer Beziehung, die dann insgesamt doch anderthalb Jahre dauerte, betonte er mir gegenüber noch, dass er sich mir zuliebe opfern würde, wenn er mich dadurch retten könnte.
Wie krank das alles ist, wird mir erst jetzt wirklich klar, indem ich es mir noch einmal vor Augen halte. Auf einmal erscheint mir der Traum von heute Nacht gar nicht mehr so seltsam und unrealistisch.

Ich frage mich, was Björn wohl jetzt gerade macht, wie es ihm geht. – Er ist der einzige meiner ehemaligen Partner, mit dem ich seit der Trennung kein Wort mehr gewechselt habe. Er machte damals unmissverständlich klar, dass er keinen weiteren Kontakt zu mir haben wollte und ich versuchte nicht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Dabei war es er, der mir bereits vor unserer gemeinsamen Zeit erklärte, es sei lediglich verletzter Stolz, der einen nach einer Beziehung dem anderen gegenüber so feindselig werden ließe. Man müsste also nur sein eigenes Ego überwinden und schon ginge es einem wieder gut.

Ich frage mich, ob er es jemals geschafft hat, seine eigenen weisen Worte in die Tat umzuwandeln. Ich hoffe es …