Das 1×1 des guten Tons

Es wird wieder grandios, das neue Programm des Münchner Lach- und Schießensembles, das in wenigen Tagen Premiere feiert!

Was das angeht, ist sich Frau Mauz sicher. Umso trauriger ist sie, dass sie das neue Kabarettkunstwerk frühestens nächstes Jahr sehen wird, wenn die`Exitenzen` als Gastspiel ins Renitenztheater nach Stuttgart kommen.
Da Frau Mauz warten hasst und sich selbst immer wieder gerne Geschichten einfallen lässt, hat sie ein eigenes Programm für ihr Lieblingsensemble geschrieben, das `1×1 des guten Tons`:

Dieses ist natürlich längst nicht so brandaktuell und politisch wie das der einzig wahren, one and only Ensemblekünstler. Stattdessen steckt es voller Anspielungen auf das letzte Programm des äußerst musikalischen Quartetts, die außer ihr wahrscheinlich keiner verstehen wird:

Und weil Frau Mauz weiß, dass sie niemals eine solch vielseitige Schauspielkabarettmusikkünstlerin sein wird wie ihre vier ausgebildeten Bühnenvorbilder, wagt sie es noch nicht einmal in ihrem wildesten Clownkabarettvideo, sich offiziell in das Münchner Ensemble hinein zu träumen …

 

Soleila, die Erste und Einzige!

Wie stark uns die Meinung eines einzelnen Wesens beeinflussen kann, zeigt Frau Mauz‘ neustes Menschenmärchen: „Die traurige Geschichte des Königs Hutzelputz“.

Geplant ist, dass diese eines Tages Teil des abendfüllenden Programms wird, aber da bis dahin noch viel Zeit den Neckar/ Rhein/ Main/ Nil … hinunter fließen wird, gibt es nun schon mal ein paar kleine Texthäppchen zum Probieren.

Auszug Nummer Eins stellt Frau Mauz und den armen, hilflosen König Hutzelputz vor:

Der zweite Teil befasst sich mit der Frage, inwiefern es für Sie erstrebenswert sein könnte, mit jemandem wie Frau Mauz die Rolle zu tauschen:

Und im dritten Teil Drei bekommt endlich Soleila, die Erste und Einzige die Form von Beachtung, die ihr zusteht …

Gewissensbisse

`Ehrlich währt am längsten`, sagt man und dennoch drehen sich viele Menschen die Fakten immer wieder so zurecht, wie sie diese am besten für sich nutzen können. Dass dem so ist, wissen wir, warum dem so ist, hängt von jedem einzelnen ab …

DSCF7359_2Wie oft und von wem wurden Sie schon belogen? Wissen Sie, warum? Was machen Sie, wenn Sie das Gefühl haben, jemand würde Ihnen die Wahrheit verweigern? Wie können Sie diese trotz beharrlicher Lügner herausfinden, wenn Sie die Unwissenheit so sehr quält, dass Sie nicht mehr zur Ruhe kommen?

Wie oft haben Sie schon gelogen? Wie gingen Sie damit um, wenn Sie einer Lüge zurecht bezichtigt wurden? Gaben Sie sich die vermeintliche Blöße, die Wahrheit im Nachhinein einzugestehen oder beharrten Sie weiterhin auf Ihre verdrehte Version der Fakten?

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Vor einigen Jahren entwarf Frau Mauz ein Armutszeugnis, das sie seitdem zumindest im Geiste all denjenigen ausstellt, die nicht dazu in der Lage sind, zu ihren Fehlern zu stehen. Leider macht das Überreichen eines solchen Dokuments nur dann Sinn, wenn dieses von jemandem von Rang und Namen ausgestellt wird. Allen anderen bleibt einzig und allein folgender Trost: Liebe und Respekt kann man weder kaufen noch erzwingen!

Armutszeugnis

Hiermit verleihen wir Ihnen ein Armutszeugnis in dem Fach Menschlichkeit:

GRATULATION!
Sie haben sich durch einen Mangel an Rücksicht, Respekt, Einsicht und Einfühlungsvermögen besonders hervorgetan!

Für Ihre vermutlich sehr einsame Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute!

 

i.A. `Gewissensbisse e.V.`

Meinungsfreiheit

Kann man Geschichten erzählen, ohne die Leser oder Zuhörer durch die Art und Weise, wie man den Inhalt formuliert und vorträgt, zu manipulieren? Was passiert, wenn man einzelne Teile aus dem ursprünglichen Zusammenhang reißt und anderweitig einsetzt? Woher wissen wir, ob der Erzähler hinter seinen Botschaften steht und sein eigenes Leben entsprechend gestaltet?

All diesen Fragen stellte sich Frau Mauz im Zusammenhang mit ihrer aktuellen Schreibaufgabe: `Frontberichte` lautet das diesjährige Thema des Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs. Wer mehr über die Details wissen will, kann sich hier schlau machen: http://www.zuendeln.de/

Und dann am besten selbst teilnehmen, denn der Wettbewerb läuft noch bis 30. September – zum Glück, denn Frau Mauz hat ganz offensichtlich das Thema noch nicht ganz verstanden, wie diese beiden Videos beweisen:

Nach dem Titelpotpourri aus Frau Mauz‘ ersten zehn Geschichtenversuchen, gibt es nun noch einen bunten Satzsalat aus den jeweiligen Anfängen derselben Texte:

Potpourri bedeutet übrigens wörtlich übersetzt „verfaulter Topf“, wie Frau Mauz von Wikipedia weiß!

Ein schöner Traum

`Gewalt erzeugt Gegengewalt …`, dieses Zitat stammt aus dem Song `Schrei nach Liebe` von der Besten Band der Welt.
Wer nicht weiß, um wen es sich dabei handelt, bekommt ausnahmsweise einen Tipp:
Die drei Herren sind aus Berlin und haben sich nach einer Berufsgruppe benannt, die man ab und zu auch als `Halbgötter in Weiß` bezeichnet …

Weil besagtes Zitat leider viel zu oft zutrifft, teilt Frau Mauz hier und heute ihr neustes Gegenmittel-Traum-Lied mit all denjenigen, die eine Extraportion Hoffnung brauchen:

Plarez vous changez?

Inspiriert von dem Verhalten eines früheren Freundes, entwickelte Frau Mauz heute die Idee für ein neues Bühnenprogramm.
Ob diese jemals von ihr oder einer anderen Person umgesetzt wird, sei dahingestellt, manchmal reicht ja auch schon die Idee …

Plarez vous changez?

Einem Freund kann man alles sagen, auch wenn er einen nervt!

Ja, wirklich? Ist dem so? Wie denn? Und was mache ich, wenn dieser Freund ein Meister der Wort- und Sinnverdrehungen ist? Wenn er nichts von dem, was ich sage so versteht, wie ich es meine:

Lieber Freund,
es wird Zeit, etwas an deinem Verhalten zu ändern. Ich erwarte nicht, dass du dich mir zuliebe selbst aufgibst. Es reicht, wenn du mir zuhörst, wenn du mich und die Wünsche, die ich äußere ernst nimmst. Und zwar genau so, wie ich sie formuliere. Verstehst du das? Plarez vous changez?
Non? Not yet? Schade, then je have to quitte you now. Vielleicht tu comprendes eines Tages, was ich meine.

До свидания! [dasswidan’ja]. Sprich: Auf Wiedersehen!

 

Rampenschwein! – Fotobeweis

Für alle, die immer noch nicht daran glauben, dass Frau Mauz ein Rampenschwein ist, hier der Fotobeweis von der offensten Offenen Bühne, die es in Deutschland gibt: Der Rampenschweinerei in Fürth.

Herzlichen Dank an Jürgen Klieber, der diese wundervollen Aufnahmen machte:

Ist es nicht superschön, im Stadtpark Fürth? Im Juni und im Juli gibt erneut die Möglichkeit, dort aufzutreten oder zuzusehen – letzter Dienstag im Monat …

Und Jürgen macht von jedem Künstler tolle Aufnahmen. Hier geht’s zum Beweis, wo man Frau Mauz übrigens auch noch mal in einer anderen Rolle wiederfinden kann: Beweis!

Fehler

DSCF4031Ob wir es uns eingestehen oder nicht, aber einen Großteil unserer prägenden Erfahrungen und außergewöhnlichen Fähigkeiten, sammeln die Menschen durch die Fehler, die sie im Laufe ihres Lebens beim Handeln begehen:

Hätte Sabine Mauz nicht vor vielen Jahren den Fehler begangen, auf Grund eines unglaublich inspirierenden Clownskurses ihre damalige Anstellung als Ergotherapeutin zu kündigen, gäbe es weder dieses Blog, die Angebote, die man hier findet oder die vielen verschiedenen Geschichten, die sie als `Frau Mauz` so gerne ihrem Publikum erzählt.

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Es gäbe keine `Frau Mauz`, jedenfalls nicht so, wie man sie heute kennt. Frau Mauz wäre weiterhin eine ernst zu nehmende Ergotherapeutin, die keine Vorstellung davon hat, unter welchen Ängsten ihre psychiatrischen Klienten tatsächlich leiden.
Sie wäre eine von mehreren fest angestellten Mitarbeitern irgendeiner sozialen Einrichtung, die Geld dafür bekommt, dass sie selbstverständliche Ratschläge an ihre Mitmenschen verteilt. Und sie könnte sicher wunderbare Körbe flechten, Tontöpfe formen und lasieren, Taschen nähen …

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Ist es nun gut oder schlecht, dass Sabine Mauz damals kündigte und sich auf einen Weg begab, den sie selbst keinem anderen empfehlen würde?
Aus finanzieller Sicht war es auf jeden Fall die schlechteste Entscheidung, die sie treffen konnte, dennoch bereut sie keinen einzigen Tag davon!

Hier ein Link zu den Fragen, die sich durch Sabine Mauz` damaligen `Fehler` Heute ergeben: Ist-Zustand.

Die 92. eintagsfliege: „Blumenbeetbodenbrettbewacherbörse“

DSCF2391Lang, lang ist es nun schon wieder her, dass Frau Mauz die folgende eintagsfliege im Rahmen des ersten, echten eintagsfliegenprojektes verfasste. Da sie heute zufällig den Aufgabenzettel dafür fand, begab sie sich auf die Suche nach dem Inhalt.
Aus diesem Grund also hier und heute ausgerechnet die 92. eintagsfliege, minimal überarbeitet:

Blumenbeetbodenbrettbewacherbörse

Wow, das ist wirklich ein tolles Wort, aber was soll das sein: Eine Blumenbeetbodenbrettbewacherbörse?“, überlegte Sarah laut, als wäre außer ihr jemand im Raum. Sie hatte den Begriff gerade im Radio gehört, verpackt in eine Rätselaufgabe, die es zu lösen galt.
Blumenbeetbodenbrettbewacherbörse“, wiederholte sie und notierte währenddessen den Begriff auf einem Zettel, den sie vor sich auf dem Küchentisch fand – manchmal hatte Chaos auch Vorteile: Da, wo andere nun aufstehen und zu einer bestimmten Schublade eilen mussten, fand Sarah das, was sie gerade brauchte in ihrem unmittelbaren Umfeld. Natürlich nur Zuhause, denn auf der Arbeit war es wichtig, Ordnung zu halten. Da sorgten bereits die wirren Gedanken der psychisch instabilen Besucher für genügend Unruhe im Raum und im Geist der Mitmenschen.

Blumenbeet weiß ich ja noch, was das ist, das ist einfach: Das ist der Ort, wo mein Vater und andere Hobbygärtner Salat, Tomaten, Zucchini und so weiter anbauen. Bodenbrett – hm, das sind dann wohl die Holzplanken, die im unteren Bereich des Kastens dafür sorgen, dass sich die sorgfältig gemischte, nährstoffreiche Beeterde nicht mit der des normalen Gartens mischt. Außerdem verhindern die Bodenbretter, dass fiese, freche Nagetiere oder klebrige, Schleim triefende Schnecken die Pflanzen beschädigen. –
Bewacherbörse“ … – das war wohl ein Kunstwort, denn wo gab es bitteschön eine Möglichkeit, Bewacher für Blumenbeetbodenbretter zu erstehen? Die Aktienbörse war Sarah ein Begriff, aber eine Bewacherbörse? Das war sicher nur ein künstlich forcierter Lacher für die Zuhörer, oder?
Sie hatte nicht gelacht, nur erstaunt den Kopf geschüttelt und sich anschließend zehn Minuten lang gefragt, was genau das Wort bedeuten sollte, aber damit war jetzt Schluss! Sie würde nun wieder …- ja, was würde sie denn nun tun? Wenn sie wirklich eine Idee hätte, was sie nun tun könnte, hätte sie sich sicher nicht so lange mit dem Begriff Blumenbeetbodenbrettbewacherbörse befasst. Das war übrigens ein hervorragender Zungenbrecher – man hätte besser das fehlerfreie Aussprechen dieses Fantasiegebildes zur Zuschaueraufgabe machen sollen, statt es für ein unlösbares Galgenmännchenspiel zu benutzen.

Doofer Sender!“, fauchte die Zweiunddreißigjärhige und schaltete das Radio wieder aus. Die nervige Geräuschkulisse hatte sie sowieso nur deshalb in Kauf genommen, weil sie ihre innere Leere durch Zuhören füllen wollte.
Normalerweise las sie in solchen Momenten, aber da sich diese in letzter Zeit immer öfters ergaben und sie schon lange kein gutes Buch mehr gefunden hatte, war es ihr nun einfach nur noch langweilig. Urlaub ohne die Aussicht auf eine Reise, und sei es nur ein Besuch bei den Eltern, war wirklich fade. Aber was sollte sie dort schon wieder? Sarah war erst vor wenigen Wochen anlässlich des vierzigsten Geburtstags ihres ältesten Bruders Kevin in der alten Heimat gewesen. Irgendwie reichte ihr dieses eine, äußerst diskussionsreiche Wochenende mit den Eltern und der desinteressierten Restverwandtschaft für die nächsten paar Monate …
Sarah gähnte: Sie könnte einfach noch mal unter die Bettdecke kriechen und zwei weitere Stunden schlafen. Verdient hätte sie es und wieso sollte sie in ihren Ferien zur selben Zeit aufstehen wie dann, wenn sie arbeitete?
Ich könnte aber auch ins Fitnessstudio gehen und trainieren, da ist um acht Uhr morgens sicher kaum was los …
Dummerweise begannen die Kurse erst um Zehn, also was sollte sie jetzt schon dort? Ihre Finger trommelten auf den Tisch: Ich könnte auch dem netten Mann von gestern Abend eine Kurznachricht schicken und ihn fragen, ob er heute Zeit hat, sich mit mir zu treffen …

Sarah hatte sich am Tag zuvor das erste Mal in ihrem Leben alleine ins Theater gewagt. Dort war sie dann direkt mit dem, etwas älteren Herrn auf dem Sitzplatz neben ihr ins Gespräch gekommen. Dieser war nett, sehr charmant, kulturinteressiert, … und ebenfalls alleine dort. Sie hatte ihm ihre Handynummer nicht geben wollen, als er danach fragte, dafür hatte sie seine Visitenkarte erhalten. Da könnte sie nun doch … – So ein Schwachsinn!, schalt sie sich selbst, sie musste sich zusammenreißen: Erst hatte sie dieses dämliche Bild für eine Freundin gemalt, die sich schon lange nicht mehr für Sarah interessierte, um die leere Urlaubszeit irgendwie zu füllen und nun wollte sie auch noch ein Date mit einem Mann vereinbaren, der nichts mit ihr gemeinsam hatte außer die Einsamkeit.
So ein Mist: Ich sollte besser in die Bücherei gehen und mir einen Ratgeber über das Verfassen von Kurzgeschichten und Büchern besorgen, aber die öffnet erst in zwei Stunden … Sie gähnte erneut.
Gut, dann gehe ich jetzt eben doch noch mal ins Bett!“, beschloss sie und verließ ihren einsamen Sitzplatz am Küchentisch. „Vielleicht können mich ja meine Träume besser unterhalten, als mein graues, trostloses Alltagsleben!“

Inspiration à la Frau Mauz

Es gibt soooo viele Möglichkeiten, sich vom Leben und seinem aktuellen Umfeld inspirieren zu lassen …

dscf8096Der diesjährige Valentinstag in der Heilbronner Touristeninformation, brachte Frau Mauz dazu, sich mit diversen Texten Karl Valentins auseinander zu setzen, schließlich sollte der 14.2. dem Wortakrobaten gewidmet werden.
Die aktuelle Urheberrechtslage und Karl Valentins: `Das Hochzeitsgeschenk`, inspirierten Frau Mauz zu folgendem, verschachtelten Werk – Regieanweisungen inklusive …

Die Rechtslage

„ … ist schwer zu durchschauen, dafür braucht man eine Brille …“ (Lesebrille aufsetzen)

„Mein Name ist Sabine Mauz, mein Clown hat sich nämlich verliebt und möchte am Valentinstag heiraten, den Karl Valentin, ja. Und da soll ich fragen, wie die Rechte bei Ihnen so sind:
Kurze Texte, und zwar: „Immer wieder Pech“, „Das Hochzeitsgeschenk“, „Die Fliege“, „Kinderspielzeug“, „Die Heirats-Annonce“ und „Der komische Liebesbrief“, aber alles hochmodern.
Mein Clown, die Frau Mauz meint nämlich, kurze Texte wären für eine 12 ½ minütige Lesung zu lang, für eine 12 ½ minütige Lesung wären Zitate passender, aber die Rechte für Zitate werden wahrscheinlich noch schwerer zu regeln als die für kurze Texte.
Ich und meine Auftraggeberin meinen auch, kurze Texte wären vorteilhafter, weil sielänger sind. Mein zweites Ich meint aber, kurze Texte sind zu altmodisch, das versteht man heut nimmer und Zitate sind nun mal Zitate und auch noch aparter, weil‘s nicht so viel zum auswendig Lernen ist, als wiebei kurzen Texten.
2. Brille aufsetzen: Wie Wir damals geheiratet haben, haben wir ganze Filme mit dem Herrn Karl Valentin angeschaut, und die Erinnerungen daran haben wir heute noch, die haben sich tadellos gehalten. Aber die Vorführung ganzer Filme ist sicherlich rechtlich genauso schwer zu regeln als wie bei den Zitaten. – Eine farbenfrohe Mischung aus allem wär ja schön, aber das wird halt gar nicht mehr zu regeln sein. Drum soll ich fragen, wie bei Ihnen die Rechte geregelt sind und ob Sie die Formulare dafür erst anfertigen müssen oder ob sie diese schon vorrätig haben, dann kann ich morgen bei Ihnen mit meinem Clown vorbeikommen, zur Besichtigung.“

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Als Inspiration für folgendes, fragwürdige Weinpralinengedicht, dienten direkt mehrere Meisterwerke von Ewald Christian von Kleist (`Liebslied an die Weinflasche`) und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (`Der Stöpselzieher`, `Zur Weinlese`):

Ode an den Wein

Oh, süßer Saft,
die pure Wonne,
gibst mir Kraft,
erzählst von der Sonne.

Lehrst mich, zu leben,
den Sinn, abzugeben,
Freude am Teilen
und Spaß am Verweilen.

Ich atme ein, ein ganzes Jahr,
den Berg an Zeit, der dich gebar.
Ich atme ein, den Duft der Erde,
frage mich, was aus mir werde …
(Bart ab!)

Spüre jeden einzelnen Tropfen,
deiner Seele in mir klopfen.
Will dir für immer Treue schwören,
lass mir von dir den Geist betören.

Doch endet bald das Freudenstück,
gibst mir ab zu viel vom Glück,
vorbei ist dann das Liebesfest:
Du bist leer, ich muss ins Nest.

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Foto: Marc Schreier