Adventskalender 2018

Heyho, es geht wieder los: Wir zählen die Tage bis zum Fest der Liebe hinunter und Frau Mauz versucht währenddessen, die Liebe der Menschen füreinander und das Verständnis untereinander noch ein wenig zu vertiefen.
Ob dieses vermessen klingende Projekt gelingen wird? – We’ll see …

13. Dezember:
In dem Jahr, in dem Frau Mauz den Heiligen Abend bei der Familie ihrer Freundin und in der Disco verbrachte, arbeitete sie am 25.12. in dem Wohnheim für chronisch psychisch kranke Menschen, für das sie damals noch tätig war. Natürlich nicht allein, sondern zusammen mit einer Kollegin, zumindest tagsüber, zwischen 12 und 17 Uhr.
Um 15 Uhr war ein weihnachtliches Kaffeetrinken mit den Bewohnern geplant, zu dem auch die Klienten des Betreuten Wohnens geladen waren. Auch ein junger Mann und potenziell neuer Klient, der eigentlich am Vorabend eingeplant war, erschien und schilderte allen Anwesenden seinen Heiligen Abend: Alleine auf dem Friedhof, am Grab der Großeltern. Dies waren die einzige Menschen, die ihm wirklich etwas bedeuteten …

 

12. Dezember:
Nach der zuletzt beschriebenen Weihnachtsfeier bei ihrer Freundin, besuchte Frau Mauz noch ihren Lieblingsclub in Düsseldorf, um dort noch ein paar Stunden zu guter Musik zu tanzen.
So schön sie es normalerweise dort fand, flüchtete sie an diesem Abend ziemlich schnell wieder von dort. Auf Dauer fand sie es ziemlich anstrengend, stur die Wand anzustarren, um den suchenden Blicken der vielen einsamen Herzen vor Ort auszuweichen.
Für die Familienmenschen unter uns kaum zu vorstellbar, aber es gibt wirklich Wesen, die den 24.12. und 31.12. am liebsten aus sämtlichen Kalendern dieser Welt streichen  würden …

 

 

11. Dezember:
Vor einigen Jahren verbrachte Frau Mauz den Heiligen Abend bei der Familie einer guten Freundin. Dort gab es traditionell eine asiatische Pfanne als Weihnachtsessen. Das Tischgespräch handelte von der richtigen Art, Zwiebeln zu schneiden, wobei Vater und Tochter eine andere Meinung vertraten als Mutter und Sohn. Was richtig ist, wusste Frau Mauz danach immer noch nicht: Muss der innere Strunk entfernt werden oder nicht? Bis dahin wusste sie gar nicht, dass es so etwas gibt.
Der Abend war also nicht nur lecker, sondern auch lehrreich. Und dazu gab es noch ein unerwartetes Geschenk, das Buch: „Das Hexenkind“ von Sabine Thiesler.

 

 

10. Dezember:
Früher wollte Frau Mauz bei der Jugendweihnachtsfeier des Sportvereins immer in das Mikrofon des Nikolaus‘ sprechen. Dafür musste man dummerweise ein Gedicht aufsagen können, das irgendwas mit dem Nikolaus und Weihnachten zu tun hat. Dieses sollte etwas länger sein als: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …“ Außerdem war es Frau Mauz natürlich sehr wichtig, bei dem Vortrag keinen Fehler zu machen. Dementsprechend lange dauerte es, bis sie die selbst auferlegte Mutprobe bestand. Aber sie schaffte es und war danach so stolz auf sich, dass sie es heute noch weiß, den Titel des Gedichts hat sie allerdings vergessen.

 

 

 

9. Dezember:
Ein Adventskalender aus Papier, wo sich unter den verschiedenen Türchen nur winzig kleine Bilder befinden? Was soll daran interessant sein?
Diese Frage stellte sich Frau Mauz immer wieder, wenn sich ihre Kindheitsfreundin über den neuen Papierkalender des Jahre freute. Und jeden Tag schwärmte besagte Freundin von ihrem Bild des Tages. Nun die Frage an all die Leser dieser Minianekdoten und regelmäßigen Betrachter von Frau Mauz‘ Bildern des Tages: Was ist so toll daran?

 

 

8. Dezember:
Welchem Menschen gönnen Sie eine ganz besondere Freude, ein ganz besonderes Geschenk? Wer ist immer da, wenn Sie ihn brauchen? Wer ist der Fels in Ihrer Brandung? Wer kann keiner Fliege etwas zuleide tun? Wer ist aus Ihrer Sicht ein wirklich guter Mensch?
Der ursprüngliche Nikolaus war ein Bischof, der sein Geld an diejenigen weitergab, die es dringender brauchten als er. Und das, ohne als Spender erkannt zu werden. Er steckte es der Sage nach tatsächlich in die Stiefel dreier Jungfrauen, die ohne diese Gabe zur Prostitution gezwungen gewesen wären.

 

 

 

 

 

7. Dezember:
Für alle frustrierten Freudemacher da draußen gibt es heute eine Nikolausgeschichte, die von einem frustrierten Helfer handelt. Ja, auch der Weihnachtsmann kann an Burnout erkranken, wenn ihn die großen und kleinen Kinder dieser Welt mit seinen Wünschen überfordern …
Hier die Geschichte: Weihnachtsmann im Streik .

 

 

6. Dezember:
Habt ihr schon mal erlebt, dass der Nikolaus jemanden mit seinem Sack verfolgt und von diesem Jemand ein Geschenk einfordert? Nein? Dann wart ihr am 6.12.2018 nicht in Sichtnähe des Experimentaschiffes in Heilbronn, denn dort ist genau dies zwischen 11.30 Uhr und 13.00 Uhr gleich mehrfach passiert.
Das heißt, man konnte die Feststellung des euphorischen Nikolauses: „Der Schokoladennikolaus passt wunderbar hier rein!“ jedenfalls so interpretieren. Tat auch ein erwachsener Mann. Als er Sekunden später erfuhr, dass er den Sack samt Inhalt behalten durfte, wurde aus der finsteren Miene schnell ein hocherfreutes Lächeln … 🙂

 

 

5. Dezember:
Vor 11 Jahren durfte Frau Mauz das erste Mal Nikolaus spielen, damals noch in dem Wohnheim, in dem sie als Ergotherapeutin arbeitete. Sie verteilte kleine Geschenkpackungen an alle Bewohner und trug zu jedem ein kurzes, von den Betreuern befasstes Sprüchlein zu der jeweiligen Person vor. Toll fand sie das damals nicht. Zum einen, weil es sich dabei um eine Zwangsmaßnahme für die neuste Mitarbeiterin handelte, zum anderen, weil die Sprüchlein nicht alle so nett waren.
So macht das doch viel mehr Spaß: Lasst uns froh und munter sein

 

 

4. Dezember:
Wart ihr schon einmal auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt? Nein? Wirklich nicht? Das kann doch gar nicht sein, immerhin befindet sich dort der größte Tannenbaum Deutschlands!
Das heißt: Damit wurde dort in den Jahren zwischen 2003 und 2006 für den insgesamt recht unspektakulären Markt geworben. Als Frau Mauz dann mit ihren Ausbildungskollegen davor stand, half noch nicht einmal mehr der Glühwein in ihrer Hand dabei, den Betrug zu übersehen: Der Baum bestand aus vielen, aufeinander gestapelten Minitannen. Gemein, oder?
(Und ein Blick auf die Webseite zeigt: Sie werben immer noch damit: https://www.dortmunderweihnachtsmarkt.de/ )

 

 

3. Dezember:
Wisst ihr, wie der Aventskalender im Betriebsbüro der Experimenta Heilbronn aussieht? Nein? Nicht schlimm, denn bis heute wusste Frau Mauz das auch nicht. Das heißt: sie wusste, wie dieser aussah, denn die kleinen, gefüllten Stoffsäckchen hängen dort schon seit einer Woche an der Magnettafel. Das Besondere an dem Kalender ist das System, das die Reihenfolge der Säckchenöffner festlegt: Jeder bekam drei Rechenaufgaben auf den Schreibtisch gelegt und kann sich nun ausrechnen, wann der Tag X für ihn/ sie gekommen ist. Schöne Idee, nicht wahr?

 

 

2. Dezember:
Manche Menschen meinen, die Familie Mauz habe Schwierigkeiten, von eins bis vier zu zählen.
Warum? Weil es im Laufe der vier Adventswochen seit Jahren immer wieder zu demselben Phänomen kommt: Spätestens am 3. Advent wurden alle vier Adventskranzkerzen angezündet.
Warum? Weil wir Weihnachten gesund und munter gemeinsam erleben wollen! Und wer weiß, wie trocken das Tannengrün dieser wunderschönen Kränze im Laufe von vier Wochen wird, kann eventuell vielleicht sogar ein wenig nachvollziehen, dass die Mauzens alle Kerzen so lange wie möglich so weit wie möglich von dem möglichen Brandherd fern halten möchten … – LED-Kerzen gibt es in unserer bescheidenen Weihnachtshütte noch nicht!

 

 

1. Dezember:
Samstag, der erste Dezember. Die Städte und Weihnachtsmärkte sind voll, weil alle Menschen auf der Suche nach Geschenken für ihre Liebsten sind.
Was verschenken Sie dieses Jahr am Fest der Liebe? Was wünschen Sie sich: Zeit, Geld, Liebe, Gemeinschaft?
Gibt es irgendetwas, das Ihnen so sehr auf der Seele brennt, dass Sie nicht mehr darauf hoffen wollen, dass einer Ihrer Nächsten Ihnen diesen Wunsch von den Augen abliest? Gibt es eine Möglichkeit, diesen Wunsch erfüllt zu bekommen, ohne ihn direkt äußern zu müssen?

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