Erzähl-Adventskalender

Oh, wie schön, heute früh fand Frau Mauz einen Überraschungsadventskalender auf ihrem Platz. Das heißt, von nun an darf sie jeden Tag ein schokoladiges Türchen aufmachen. Jammjamm …

Schokolade lässt sich übers Internet schlecht teilen, dafür passen in diesen Blogbeitrag wunderbar 24 andere kleine, feine Adventsüberraschungen.
Beginnen wir mit dem 1. Dezember. Mit dem Tag, an dem man das erste Türchen öffnen kann …

1. Dezember:
Das ist der Tag, an dem man das erste Türchen öffnen kann. Normalerweise. Meistens. Das heißt, so gut wie immer. Außer man wächst in einer Familie auf, zu der zwei weitere eigene und circa dreißig Schulkinder gehören, dann beginnt die Adventskalenderzeit manchmal etwas später. Dafür bekommt man am 3. oder 4. Dezember eine selbst gebastelte Adventsleiter, bestehend aus jeweils 24 kleinen, von Mama verpackten Geschenken, von denen man immer das unterste abschneiden darf.
Das heißt, wenn die Leiter erst am 4. Dezember hängt, hat man Glück und es gibt vier süße Leckereien auf einmal. Jammjamm. Und bis dahin öffnet man einfach immer brav die Türen am gekauften Schokokalender der Oma, damit man sich nicht aus Versehen im Datum vertut …
Wie auch immer er aussieht, euer erster Dezember, lasst es euch gut gehen!

2. Dezember:
Kennen Sie die Konditorei Zimtstern? Ja, die gibt es tatsächlich und anscheinend immer noch, wie einige Kommentare bei Facebook vermuten lassen.
Ein wunderbarer Name für ein Geschäft, in dem es handgefertigte, mit Liebe gebackene Zimtsterne gibt, wie Frau Mauz findet, wobei auch alle anderen Waren dort wirklich vorzüglich sind. Es ist also kein Wunder, dass Frau Mauz und dieses Geschäft über gemeinsame Bekannte zusammenfanden. In Düsseldorf, vor 13 Jahren, auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Heinrich-Heine-Platz und später auch ab und zu in dem kleinen Geschäft in Düsseldorf-Urdenbach.
Tausende von zuckerweisen mandelnussigen Sternchen stanzte die Frau, damals noch ohne Brille, dafür mit professionellem Ausstecher aus dem Teig, buk diese im Ofen hinter sich und verpackte sie später in verschieden große Tüten. 100g, auf Wunsch noch warme Sterne, kosteten 3 Euro, 200g 5,90 Euro. Und dieser Preis wurde bezahlt, weil sie es wirklich wert waren!
Hier die aktuellen Meinungen zu der kleinen Konditorei, die wahrscheinlich nach wie vor nur am Wochenende geöffnet hat: Zimtstern.

3. Dezember:
Husarenkrapfen, Ausstecherle, Bärentatzen, Rosinenbrötchen, `Hundeknochen`, Springerle, Kokosmakronen, Haselnussmakronen, Wein-S und Butter-S. Das sind die Weihnachtsplätzchensorten, an die sich Frau Mauz aus ihrer Kindheit erinnern kann. Gebacken wurden diese von der `Stuttgarter Oma`, die daraus eine echte Warenwissenschaft machte: Es durfte kein Eiweiß oder Eigelb weggeworfen werden und die fertigen Kekse wurden von ihr rationiert, damit diese trotz der zuckerhungrigen Kindermäuler bis Weihnachten reichten – was würde diese Oma wohl zu Thermo-Mix, Fertigteig und All-inclusive-Urlauben sagen?
Vermutlich nichts, denn sie schüttelte auch früher meistens nur entsetzt den Kopf, wenn sie die neusten Nachrichten im Fernsehen verfolgte, ihre Gedanken dazu behielt sie für sich. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb lernte Frau Mauz sehr viel von dieser lebenserfahrenen Dame: Beim Backen bleibt keine Zutat übrig, jedenfalls ist das der Plan!
Die Butter-S spielen in dieser Weihnachtsgeschichte eine wichtige Rolle, wobei der Streit rund darum reine Erfindung ist: In_der_Weihnachtsbäckerei .

4. Dezember:
Lange Fahrten kann man sich zur Weihnachtszeit auf eine wunderbare Weise vertreiben: Man suche vor dem Fenster nach geschmückten Tannenbäumen und zähle diese. Wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, kann man daraus sogar einen Wettbewerb machen, wenn jeder nur auf einer Seite zählt.
Früher saß Frau Mauz immer in der Mitte, das heißt, sie konnte sich im Vorfeld für eine Seite entscheiden, auf der sie mitzählen wollte. Meistens wählte sie die linke, da auf der rechten der Bruder saß, mit dem sie regelmäßig in Konkurrenz stand. Warum auch immer, es wäre doch viel sinnvoller gewesen, sich mit ihm zusammen zu tun, oder?

5. Dezember:
Wie verbringen Sie Weihnachten? Wo verbringen Sie Weihnachten? Wer ist bei Ihnen? Was wünschen Sie sich für die Feiertage?
Als Kind sehnt man sich dem Heiligen Abend entgegen. Man zählt die Tage rückwärts und hofft, dass die Zeit schneller vergeht als sonst. Dass währenddessen die Eltern mit Einkaufen, Dekorieren, Planen und Organisieren oft im größten Stress sind, bemerkt man nicht. Einem selbst fallen höchstens noch weitere Wünsche ein, die man dem Weihnachtsmann an den Nordpol schicken könnte – ob die wohl noch bearbeitet werden, wenn man sie in den Briefkasten auf dem Weihnachtsmarkt wirft …?

6. Dezember:
Der Nikolaus füllt in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember die sauber geputzten Kinderstiefel. Normalerweise. Wenn man brav war. Musste der Nikolaus früher bei der Familie Mauz länger bezüglich der braven Kinder recherchieren oder warum kam der gütige Mann in Rot damals immer erst in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember?
Frau Mauz weiß es bis heute nicht. Damals zuckte sie immer ratlos mit den Achseln, wenn der Lehrer die Schüler am 6. Dezember nach deren Schuhinhalt fragte. Alle hatten an diesem Tag jede Menge zu berichten, Frau Mauz hätte am 7. Dezember eine detaillierten Stiefelbericht abliefern können, aber da wollte es keiner mehr wissen …

7. Dezember:
Wisst ihr, wo Frau Mauz am 7.12.2014 war? Nein? Natürlich nicht, woher auch? Aus diesem Grund verrate ich es Ihnen, das heißt, euch: Frau Mauz saß am Rande der Bühne des Lindenkellers in Freising und drückte jede Menge verschiedener Tasten auf der Loop-Station, die dem Mann gehörte, der an diesem Abend sein Solo präsentierte: Herrn Matschke.
Dieser wechselte in seinem Programm `Nusik vor de Maugen` mehrfach die Rollen und Szenen, trug auch ein paar verschiedene Brillen, während Frau Mauz für ihn den Sound machte. Zwischendurch spielte sie eine Zwergen- und eine Tiger-Frau und erzählte zum ersten Mal in ihrem Leben eine ihrer Weihnachtsgeschichten -`Ingas aufgeregtes Herz`- auf einer Bühne …

8. Dezember:
Es gibt tatsächlich Menschen, die im Dezember Geburtstag haben. Warum eigentlich? Das macht doch gar keinen Sinn, oder? Danach bekommt man fast ein ganzes Jahr lang überhaupt nichts mehr geschenkt. Kein Päckchen zum Auspacken, nichts …!
Gut, dass Frau Mauz nicht zu diesen armen Adventskalenderkindern gehört, denn sie liebt es, Geschenke auszupacken und ein Jahr ist wirklich sehr, sehr lang, wenn man die ganze Zeit darauf warten muss!
Den Personen, die heute Geburtstag haben, gratuliert Frau Mauz deshalb huldvoll und besonders herzlich und schickt ihnen auf diesem Weg die besten Wünsche für das nächste Lebensjahr!

9. Dezember:
Wisst ihr, wo es Deutschlands beste Lebkuchen gibt?  Voller Nüsse und Mandeln, mit Glasur, Schokoüberzug oder natur pur? Alle Sorten schmecken so fantastisch, dass man jede mindestens einmal probieren muss: Bei der Bäckerei/ Konditorei Muschler in Freising.
Die Krönung der Backkunst findet man bei dem Biobäcker aus dem Bayerischen Wald auf dem Freisinger Samstagsmarkt. Dort gibt es Elisenlebkuchen mit Vollmilch- oder Zartbitterschokolade. Jedenfalls dann, wenn man früh genug dort ist. Um halb Zwölf findet man höchstens noch ein paar Krümel auf dem Transportblech der wunderbaren Leckereien. Da lohnt sich das Sammeln!

10. Dezember:
2. Advent: Heute begibt sich ein Heilbronner Busunternehmen auf die Fahrt nach Köln, zum Besuch der dortigen Weihnachtsmärkte. Diese Fahrt ist ihr Geld wert, so viel steht für Frau Mauz jetzt schon fest: So viele kunterbunte, vollkommen verschieden gestaltete Weihnachtsmärkte wie in Köln hatte Frau Mauz innerhalb einer Stadt noch nie zuvor gesehen.  Dabei war es vor zwei Jahren purer Zufall, dass sie dort für ein paar Stunden am allerletzten Markttag landete. Schade, denn diese Zeit reichte definitiv nicht aus, um die vielen Stände, Kostüme und Details vor Ort zu entdecken.
Aus diesem Grund wünscht Frau Mauz allen Kölntouristen, die heute in ihrer Kurzzeitheimatstadt hoffentlich trotz des Schnees unbeschadet ankommen, viel Zeit für die Erkundung der vielen menschlichen und dinglichen Unikate.
Hier ein paar Bilder von Köln – leider ohne Weihnachtsmarkt -, zur Feier des zweiten Advents:

11. Dezember:

Ein Teleidoskop ist ein Kinderspielzeug, das man schütteln oder drehen kann, um das Bild zu verändern, das man mit Hilfe des einäugigen Blicks durch die kleine Öffnung am oberen Ende, innen drin als buntes Muster sieht. Ein Teleidoskop ist also dasselbe wie ein Kaleidoskop, jedenfalls meinen das die meisten Menschen, denen man die lange, dünne Röhre mit der durchsichtigen Acrylkugel am unteren Ende in die Hand drückt. Sie schütteln und drehen trotz detaillierter Erläuterung des Instruments in ihrer Hand stur minutenlang. Dass sich das Bild nur dann verändert, wenn sie durch die Öffnung auf verschiedene Oberflächen blicken, verstehen sie nicht. Entweder, weil sie kurzsichtig, schwerhörig oder sehr lernresistent sind.
Vielleicht hätte Frau Mauz des Rätsels Lösung gefunden, wenn sie die Zeit und Muse gehabt hätte, als Teleidoskopverkäuferin auf dem Münchner Weihnachtsmarkt länger danach zu suchen. Vielleicht. Es war aber viel leichter, diesen Menschen ein echtes Kaleidoskop in die Hand zu drücken, das machte meistens alle glücklich …

12. Dezember:
Weihnachten rückt näher, alles duftet nach Zimt, Honig und kandierten Nüssen.
Freuen Sie sich auf das Fest der Liebe? Haben Sie genug Zeit und Ruhe, sich an den Besonderheiten dieser Adventszeit zu erfreuen?
Wie viele Weihnachtsmärkte haben Sie bis jetzt besucht? Wie vielen Menschen, die Sie das ganze Jahr über nicht sehen, haben Sie einen kleinen, warmen Weihnachtsgruß geschickt? Wie viele persönliche Briefe flatterten schon bei Ihnen ins Haus? Freuen Sie sich darüber? Schreiben Sie zurück?
Herzliche Grüße aus Leingarten an alle, die sich darüber freuen von Frau Mauz!

13. Dezember:
Letztes Jahr am Heiligen Abend wanderte Frau Mauz durch die dunklen Gassen Leingartens und Nordheims und trug ihre Weihnachtspost persönlich aus. Ein wenig spät, könnte man man meinen, sie selbst sah dies anders: Sie war erst am 24. Dezember bereit dafür, ihren Liebsten eine Freude zu machen.
Die Kirchenglocken läuteten in der Ferne, alle anderen verbrachten Zeit mit ihren Nächsten und Frau Mauz verteilte Briefe. Sie muss nicht immer den Menschen, die ihr am Herzen liegen nahe sein, um sich ihnen zugehörig zu fühlen. Mal  sehen, wonach ihr dieses Jahr ist …

14. Dezember:
Es gibt eine wunderbare Clownsübung namens `Geschenke verteilen`: Eine Person überreicht einer zweiten ständig neue Geschenke. Es ist dabei vollkommen unwichtig, was in den verschieden großen und schweren Paketen steckt, denn die beschenkte Person hat im Idealfall sowieso keine Zeit, diese auszupacken. Beide Clowns freuen sich über ihre Aufgabe. Das heißt, sie versuchen es. Wann die Stimmung kippt und aus der Freude Stress wird, ist individuell sehr verschieden. Es kann sein, dass die beschenkte Person schon ächzend auf dem Boden liegt, während der Haufen auf ihrem Bauch ständig weiter wächst – eine Situation, die so manch einer aus dem wahren Leben kennen könnte, ebenso wie das umgekehrte Phänomen: Die beschenkte Person will immer noch mehr …

15. Dezember:
In Leingarten gibt es seit einigen Jahren in der Adventszeit einen lebenden Adventskalender. Das heißt, nette, offene Menschen laden Freunde und Fremde zu sich ein, man singt gemeinsam, lauscht den Geschichten, die sich der jeweilige Gastgeber für diesen Tag ausgesucht hat und verbringt auf diese Weise eine paar sehr entspannte Momente miteinander.
Wie entstand der Nürnberger Rauschgoldengel? Wissen Sie es? Wer waren Elisabeth und Zacharias? Was hatten diese beiden Personen mit Maria und Joseph zu tun?
Seit gestern hat sich Frau Mauz‘ Horizont um ein weiteres Stück erweitert und das alles dank des lebenden Adventskalenders … – ein paar Termine gibt es noch, nachzulesen im Leingartener Amtsblatt (letzte Novemberausgabe).

16. Dezember:
Frau Mauz liebte Charles Dickens‘ Weihnachtsgeschichte bereits lange bevor sie Frau Mauz hieß und wusste, von wem die Idee der drei Weihnachtsgeister aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ursprünglich stammte.
Das erste Mal begegnete sie ihr in Form der Hollywood-Komödie: `Die Geister, die ich rief` mit Bill Murray in der Rolle des verbitterten Scrooge. Dieser hieß im dem Film natürlich nicht Scrooge, war auch wesentlich jünger als der Mann, der über viele Jahre hinweg im Heilbronner Theater die Griesgramrolle in der Inszenierung eines amerikanischen Gastensembles übernahm – ob dieser wunderbare Schauspieler, der bereits vor 10 Jahren auf Frau Mauz unglaublich alt wirkte, immer noch auf der Bühne steht? Sie hofft es sehr, denn kommenden Freitag darf sie endlich wieder `A christmas carol`im Original erleben. Jippi!

17. Dezember:
Wissen Sie, womit Frau Mauz als Kind die letzten Tage und Stunden vor dem Heiligen Abend verbrachte? Sie starrte immer wieder aus dem Fenster und hoffte auf Schnee. Und das tat sie immer, unabhängig davon, was der Wetterbericht und die Menschen in ihrem Umfeld für den 24. Dezember vorhersagten. Denn: Zu Weihnachten gehört Schnee und wenn dieser nicht kommen will, muss man darum bitten – den Wettergott und den allmächtigen … Und um dieser Bitte Nachdruck zu verleihen, muss man stundenlang `Schneeflöckchen, Weißröckchen` singen oder spielen. Nicht, um seine Mitmenschen damit zu nerven, sondern um irgendwann erhört zu werden.
Zur Feier des dritten Advents, dürfen heute alle mal einen Ausflug in Frau Mauz‘ Schneewelt machen. Dieses Video wurde am 1.12.2017 aufgezeichnet. Wer weiße Weihnachten will, sollte es in den nächsten Tagen gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz oft anhören!

Schneefloeckchen from Sabine Mauz on Vimeo.

18. Dezember:
Wisst ihr, was Frau Mauz‘ Oma früher immer während der Weihnachtsbescherung machte? Nein? Dann erzähle ich es euch jetzt: Sie saß auf einem Stuhl am Rande des Geschehens, beobachtete die Geschenke hungrigen Kinder beim Auspacken und sammelte das Verpackungsmaterial ein, sobald dieses unbeachtet beiseite gelegt wurde.
Die Bänder und Papiere wurden nämlich bei Frau Mauz‘ Oma wiederverwendet und das ging nur dann, wenn diese nicht zerrissen oder zerknüllt wurden. Zunächst einmal wurde alles sortiert und Platz sparend zusammengelegt, ob die Oma das Papier nach dem Heiligen Abend tatsächlich bügelte, um es wieder zu glätten oder ob dies nur ein Gerücht war, weiß Frau Mauz nicht. Wenn, dann geschah dies mit Sicherheit erst im Neuen Jahr, denn zwischen Weihnachten und Silvester wurde weder gewaschen, noch gebügelt.

19. Dezember:
Als Frau Mauz noch klein war und nicht Frau, sondern Sabine hieß, gehörte zu ihrer Familie eine Katze namens Minka. Diese weißgrauschwarzbraun getigerte Katze lebte viele Jahre bei der Familie Mauz und wurde von allen geliebt.
Weil die Familienkatze von allen so sehr geliebt wurde, war sie ziemlich gut genährt. Hätte es damals schon Weihnachtsgebäck für Tiere gegeben, hätte Frau Mauz ihre Eltern auf jeden Fall dazu überredet, Minka damit zu verwöhnen. Welch ein Glück, dass Katzenkekse erst nach ihrem Ableben vermarktet wurde, sonst hätten Frau Mauz und Minka womöglich noch zum Katzenfitnesskurs gehen müssen. So griff Frau Mauz nur ab und zu nach einer langen Schnur und versuchte, Minka dazu zu bewegen, diese zu verfolgen. Je älter die Katze wurde, desto seltener rannte sie hinterher …

20. Dezember:
Oh je, oh je, die Kekse werden knapp, ob die bis Weihnachten reichen werden …
Wen diese Sorge plagt, sollte sich nicht direkt panisch auf Teigschüssel und Backofen stürzen, um erneut zu backen, sondern sich erst einmal im Bekanntenkreis umhören, wie es dort um die Weihnachtsleckereien bestellt ist: Familie Mauz aß letztes Jahr noch bis Ende Januar vom hauseigenen Vorrat, da sich an Weihnachten nicht so viele Mitesser fanden wie erwartet.
Also: Wer noch Kekse braucht, kann sich gerne mal bei Mauzens melden. Von den Finnischen Lebkuchen gibt es auf jeden Fall noch ziemlich viele …

21. Dezember:
Heute verteilt Frau Mauz ihre Weihnachtspost, jedenfalls ist das ihr Plan, ob daraus etwas wird, werden diejenigen sehen, die von Frau Mauz ein Geschenk erhalten. Sei es heute, morgen oder am Heiligen Abend. Natürlich ist Frau Mauz nur die Botin, die dem Nikolaus, dem Weihanchstmann und dem Christkind beim Verteilen der Geschenke hilft, damit diese bis Weihnachten mit dem Schenken fertig werden.
Jeder von uns unterstützt die fleißigen Glücksbringer so gut er kann und Frau Mauz kann heute, jedenfalls laut ihres Terminkalenders. Ob es dabei bleibt, wird sich im Laufe des Tages zeigen … – die Antwort auf diese Frage findet man bei den heutigen Bildern des Tages

22. Dezember:
Ein Großteil der Deutschen essen an Heilig Abend Würstchen und Kartoffelsalat. Wieso eigentlich? Weil das so gut vorzubereiten ist?
Was passiert mit den Resten: stopft man die am darauf folgenden Tag als Füllung in die Weihnachtsgans? Haben Sie das schon einmal probiert? Wäre doch sicher gar nicht so schlecht, oder? Man könnte das Ganze ja vorher noch kurz pürieren und um ein paar Gewürze und Zutaten erweitern, mit Äpfeln und Rosinen und was sonst noch so in eine echte Weihnachtsgans gehört …

23.Dezember:
`Einmal werden wir noch wach, heisa, dann ist Weihnachtstag …`
Die Jahre ziehen ins Land, die Menschen um uns herum verändern sich, wir verändern uns, da ist es doch schön zu wissen, dass manche Dinge immer gleich bleiben: Weihnachten wird jedes Jahr zur selben Zeit gefeiert. Ist das nicht toll?!
Und morgen ist es bei uns so weit, Frau Mauz freut sich, denn der Baum ist geschmückt und ihr Weihnachtsvideo fertig geschnitten. Mal schauen, ob die Frau in Weiß zur Belohnung für ihre Mühen ein Päckchen zum Auspacken bekommt. Wenn nicht, freut sie sich auch, denn es ist Weihnachten, das Fest der Liebe und am Fest der Liebe hat man alle lieb, ganz egal, was davor war und danach sein wird.
Herzliche Grüße, eure Frau Mauz!

24. Dezember:
Über viele Jahre hinweg gab es in der Familie Mauz Raclette an Heilig Abend zu essen. Wer weiß, wie lange dieses gesellige Käseschmelzen dauern kann, wird sicher verstehen, dass die Kinder der Familie die Bescherung gerne davor durchführen wollten. Schlimm genug, dass man vorher singen und der Weihnachtsgeschichte lauschen sollte, oder?
Vielleicht übten wir deshalb die Weihnachtslieder auf Klavier und Flöte so selten, weil dann die Erwachsenen gerne auf unseren künstlerischen Beitrag verzichteten …
Lang, lang ist es her, deshalb gibt es nun noch einen kombinierten Vierten-Advent- und Weihnachtsgruß von eurer Frau Mauz:

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Ein Gedanke zu “Erzähl-Adventskalender

  1. Ja Sabine daran kann ich mich auch noch sehr gut erinnern.Deine Oma war eineliebevolle Oma und ich habe ihr immer sehr gerne zugehört.Ich habe immer mit schlechtem Gewissen zwischen Weihnachten und Neujahr gewaschen. Lg gaby

    ich freue mich schon auf die nächsten Bilder und Geschichten

    Gefällt 1 Person

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