„Gegensachen“

Zwei Poesiealben aus längst vergessenen Tagen machten es möglich, dass Frau Mauz an die folgenden Reime kam. Leider kennt sie die Verfasser nicht. Wer diese Wissenslücke füllen kann, darf das gerne machen …

Gegensachen

Manchmal will man Jokus machen:
Will beim Beten plötzlich lachen,
will beim Essen Fratzen schneiden,
am Aschermittwoch sich verkleiden;
das sind so Gegensachen,
die darf man ab und zu schon machen.

Ostern will man Knaller kaufen,
Weihnachten mal tüchtig raufen,
will des Nachts spazieren gehen
und am Tag die Sterne sehen;
das sind so Gegensachen,
die darf man ab und zu schon machen.

Am Geburtstag will man weinen,
will als Taggespenst erscheinen,
will als mieser Schurke handeln,
den Lehrer schnell als Maus verwandeln;
das sind so Gegensachen,
die darf man ab und zu schon machen.

 

Der ist reich

Der ist reich – und der ist arm –
das sollt es gar nicht geben,
denn Kinder sind doch alle gleich
geboren, um zu leben.

Der ist dumm – und der ist gescheit –
das ist kein Argument,
denn jedes Kind hat ganz bestimmt
für irgendwas Talent.

Der ist gut – und der ist schlecht –
da können wir nur lachen,
denn jedes Kind in diesem Land
wird Gutes und wird Schlechtes machen.

Der ist bös – und der ist brav –
wie manche Leute meinen,
doch alle Kinder dieser Welt
sind brav und bös in einem.

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